Der Markt ist jetzt ziemlich nervös wegen des Öls und freut sich auf weitere Bewegungen des USD. Diese Woche werden alle Augen auf diese beiden Assets gerichtet sein.

Brent: Öl ist gestresst

Diese Woche könnten die Brent-Preise aufgrund von Coronavirus-Befürchtungen unter 69 USD fallen. In China und Japan erkranken immer mehr Menschen an dem neuartigen Coronavirus, das die Ölpreise instabil macht: Der Markt befürchtet, dass einer der Hauptenergieverbraucher – China – die Nachfrage aufgrund der Pandemie sinken wird. All dies drückt die Ölpreise nach unten.

China: Statistiken werden das wahre Bild zeigen

In dieser Woche wird ein großer Block chinesischer Statistiken erwartet, darunter die Arbeitsmarktstatistik für Juli, Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion. Interessant sind zudem neue Anrechnungsparameter und Direktinvestitionsvolumina. Je besser die Statistiken, desto besser für riskante Anlagen.

USD: Aufmerksamkeit auf Inflationsstatistiken

In dieser Woche veröffentlichen unter anderem die USA die Inflationsdaten für den Juli, was äußerst wichtig ist. Zuvor hatte die Fed gesagt, dass ein Inflationsschub lokal sein könnte, aber trotzdem sollte seine Entwicklung im Auge behalten werden. Einen Monat zuvor war die Inflation um 0.9% gestiegen, dieses Mal könnte sie um 0.5-0.6% steigen. Eine hohe Inflation kann den USD stützen, weil sie die Fed dazu bringt, ihre Kredit- und Geldpolitik härter zu machen.

GBP: BIP-Daten sind informativ

Diese Woche veröffentlicht Großbritannien das vorläufige BIP für das zweite Quartal. Von Januar bis März ging die britische Wirtschaft um 2 % q/q zurück, da die Sperrung noch in Kraft war. Im Frühjahr wurde die Wirtschaft aktiver, sowohl auf Seiten der Verbraucher als auch der Unternehmen. Ein starkes und zuversichtliches BIP kann das GBP auf 1.6 zurückbringen.

OPEC+: Neutralität ist wichtig

Am 12. August werden OPEC und OPEC+ eine Sitzung des Begleitausschusses abhalten. Normalerweise macht es Rückschlüsse auf die Nachfrage- und Angebotsparameter, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Es ist jetzt äußerst wichtig herauszufinden, ob ein Überangebot vorhanden ist, das die Preise drücken könnte. Die Neutralität des Begleitausschusses wird Brent helfen, ausgeglichen zu bleiben.


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